Deutsche Wirtschaft beunruhigt über Lage in Iran

Proteste in Teheran. Foto: Uncredited/AP/dpa

 

Die deutsche Wirtschaft zeigt sich angesichts der anhaltenden Unruhen in Iran besorgt. Nachdem die dortige Wirtschaftsentwicklung und die deutsch-iranischen Handelsbeziehungen bereits hinter den Erwartungen zurückgeblieben seien, dürfte “die angespannte politische Lage die Situation weiter belasten”, sagte Volker Treier, Außenwirtschaftschef beim deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” (“FAZ”).

Der Präsident des Großhandelsverbands BGA, Holger Bingmann, sagte der “FAZ”, die deutsche Wirtschaft sei ernüchtert. “Die Exporte in den Iran bleiben bislang weit hinter den Erwartungen zurück.”

Grund dafür seien die politischen Entwicklungen. Insbesondere die Iran-Politik der USA behindere den Aufschwung des Landes. Größtes Problem seien die Finanzierungen, weil Banken sich aus Sorge vor amerikanischer Vergeltung weigerten, Geschäfte mit dem Land abzuwickeln.

Der Geschäftsführer der Deutsch-Iranischen Handelskammer, Michael Tockuss, hatte zuvor gesagt, dass sich die aktuelle Lage derzeit noch nicht auf den Handel mit Iran auswirke.

Auch er verwies darauf, dass die Wirtschaftsbeziehungen vor allem durch die nach wie vor schwierige Finanzierung gebremst würden. “Die großen Banken sind noch immer nicht bereit, das Iran-Geschäft anzufassen.” Sie hätten Angst vor möglichen US-Strafen.

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