Gereizte Stimmung in Erstaufnahmeeinrichtung Donauwörth

Foto: Bayerischer Rundfunk 2018

 

Bis in den späten Abend hinein hat der Polizeieinsatz in der Erstaufnahmeeinrichtung Donauwörth gedauert. Begonnen hatte der Einsatz am Mittwochmorgen gegen 3 Uhr. Wiederholt kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Asylbewerbern.

Nach einem turbulenten Mittwoch konnte die Polizei gegen 22 Uhr abrücken und den Einsatz an der Erstaufnahmeeinrichtung für beendet erklären. Die Nacht über blieb es ruhig. Über 30 Asylbewerber wurden gestern während der beiden Einsätze festgenommen, der mutmaßliche Rädelsführer ist bereits wegen des Verdachts auf Landfriedensbruch in Untersuchungshaft. Heute wird die Staatsanwaltschaft entscheiden, ob weitere Ermittlungen notwendig sind, oder die anderen Asylbewerber freigelassen werden.

Aggressiver Widerstand

In der Nacht auf Mittwoch wollte die Polizei kurz nach 3 Uhr in der Erstaufnahme einen Mann aus Gambia zur Abschiebung abholen. Den Mann selbst trafen die Beamten nicht an. Dennoch stießen sie auf massiven und teils aggressiven Widerstand bei seinen Landsleuten, heißt es bei der Polizei. Die Beamten rückten wieder ab, 12 Stunden später kehrten sie mit einem Großaufgebot an Kräften wieder zurück. Und wieder kam es zur Konfrontation. Rund 30 Asylbewerber wurden wegen Landfriedensbruch, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, versuchter gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung festgenommen. Von den Einsatzkräften wurde niemand verletzt, jedoch einige der beteiligten Flüchtlinge.

Zwischenfall in Donauwörth keine Ausnahme

In der Erstaufnahme Donauwörth kommt es immer wieder zu Problemen. Am Rosenmontag war ein Großteil der gambischen Flüchtlinge zum Bahnhof marschiert und wollte freiwillig ausreisen, was aber nicht ohne weiteres möglich ist. Immer wieder kommt es mit Einzelnen zu Zwischenfällen am Bahnhof, die dort betrunken Bürger anpöbeln oder auch mit Drogen handeln. Die Polizei betont, dass es sich bei den Problemfällen meist um Westafrikaner handelt und es auch nur einige wenige sind, die für Probleme sorgen. Dies jedoch häufig. Deshalb war die Polizei bereits im Sommer und im Herbst in Donauwörth präsent, auch jetzt kontrollieren mehrmals die Woche Polizei, Sicherheitskräfte oder auch Hundeführer den Bahnhof.

Source :

BR

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