IWF senkt Wachstumsprognosen

DIE WELTWEITE KONJUNKTUR VERLIERT NACH ANSICHT DES INTERNATIONALEN WÄHRUNGSFONDS AN FAHRT: NOCH ETWAS STÄRKER ALS DIE GLOBALE WIRTSCHAFT BEKOMMT DIE EXPORTNATION DEUTSCHLAND DIE ABKÜHLUNG ZU SPÜREN.

Foto: REUTERS

 

Wachsende Konjunkturrisiken dämpfen das Wachstum der Weltwirtschaft: Für 2018 und 2019 erwartet der Internationale Währungsfonds ein globales Wachstum von 3,7 Prozent, wie aus einer neuen Prognose des IWF hervorgeht. Zuletzt waren die Ökonomen der UN-Sonderorganisation noch von jeweils 3,9 Prozent ausgegangen.

Damit wird die Weltwirtschaft zwar das Wachstumstempo des Jahres 2017 halten. “Zugleich ist die Expansion aber unausgewogener geworden und dürfte in einigen wichtigen Volkswirtschaften den Höhepunkt überschritten haben”, so der Internationale Währungsfonds. “Die Wahrscheinlichkeit weiterer negativer Schocks für unsere Wachstumsvorhersage ist gestiegen”, fügte IWF-Chefökonom Maurice Obstfeld bei der Vorstellung des Weltwirtschaftsberichts im indonesischen Nusa Dua hinzu.

IWF setzt auf “kooperative Lösungen”

Die größte Belastung für die Weltwirtschaft sind nach Ansicht des IWF die derzeit schwelenden Handelskonflikte – allen voran der Streit zwischen den führenden Volkswirtschaften USA und China. Hinzu kämen Unsicherheiten wie der Brexit oder die Folgen der Zinswende in den Vereinigten Staaten für viele Schwellenländer.

Containerhafen in Shanghai: Auf der Weltwirtschaft lasten Handelsstreitigkeiten

Nötig seien Reformen, “kooperative Lösungen” und die Vermeidung von protektionistischen Reaktionen, erklärte der IWF. In vielen Ländern sei es zudem erforderlich, Finanzpuffer zu schaffen und so die eigene Widerstandsfähigkeit gegenüber einem Umfeld zu schaffen, in dem sich die finanziellen Bedingungen “plötzlich” verschärfen könnten.

Dämpfer für Deutschland

Für die Bundesrepublik sagt der IWF in seiner aktuellen Prognose ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,6 Prozent sowohl in diesem als auch im kommenden Jahr voraus. Im Vergleich zu seinem Ausblick vom April ist das ein Rückgang um 0,6 beziehungsweise 0,1 Prozentpunkte. Gründe dafür seien ein sich abkühlendes Exportgeschäft und eine schwächere Industrieproduktion, heißt es.

Source :

dw

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