Mary Prince: Google Doodle zum 230. Geburtstag der britischen Abolitionistin & Sklaven-Befreierin

AM HEUTIGEN 1. OKTOBER HÄTTE DIE BRITISCHE AUTORIN MARY PRINCE IHREN MITTLERWEILE 230. GEBURTSTAG GEFEIERT UND WIRD DAFÜR HEUTE AUF EINIGEN INTERNATIONALEN GOOGLE-STARTSEITEN MIT EINEM SCHÖNEN DOODLE GEEHRT. MARY PRINCE HAT DURCH IHR AUTOBIOGRAPHISCHES WERK EINEN GROSSEN UND VIELLEICHT AUCH ENTSCHEIDENDEN ANTEIL DARAN, DASS DIE SKLAVEREI IN GROSSBRITANNIEN UND DEN BRITISCHEN KOLONIEN ABGESCHAFFT WURDE.

Quelle: googlewatchblog

 

Das heutige Doodle zeigt Mary Prince vermutlich am Strand von Bermuda, wo sie aus ihrem eigenen Buch liest, das eine große Tragweite in der britische Geschichte bekommen sollte. Das Meer, die Vögel und vielleicht auch das angedeutete aber dennoch gut sichtbare Google-Logo dürften wohl die Freiheit symbolisieren, die sie erlangte und wenige Jahre später auch viele andere Sklaven bekamen. Ohne das von Mary Prince verfasste Buch wäre es wohl erst deutlich später geschehen.

Mary Prince wurde 1788 auf der britischen Kolonie Bermuda geboren und war von Geburt an in einer Sklaven-Familie aufgewachsen. Sowohl sie als auch ihre beiden jüngeren Geschwister Hannah und Dina wurden mehrmals an viele Master verkauft und konnten aus diesem Kreis nicht entkommen. Die Sklaverei war in Großbritannien zwar bereits seit dem Jahr 1808 verboten, aber in den Kolonien wurde sie noch einige Jahrzehnte weiter praktiziert – womit auch Mary Prince betroffen war.

Im Jahr 1826 heiratete Mary Prince ihren Ehemann Daniel James, ein ehemaliger Sklave, dem es gelungen ist, sich freizukaufen. Das zog allerdings eine Bestrafung ihres Masters nach sich, der die beiden wieder trennte. Zwei Jahre später zog sie mit ihrere Familie nach Großbritannien – wo die Sklaverei bereits verboten war – und war somit eine freie Frau. Sie schrieb ein Buch über ihre Zeit als Sklavin und die Sklaverei im Allgemeinen und landete damit einen Bestseller.

I have been a slave myself. I know what slaves feel—I can tell by myself what other slaves feel, and by what they have told me. The man that says slaves be quite happy in slavery—that they don’t want to be free—that man is either ignorant or a lying person. I never heard a slave say so.

Sie öffnete vielen Menschen die Augen über die Sklaverei und sorgte so mit dafür, dass 1838 alle Sklaven in den britischen Kolonien freigelassen wurde – über 800.000 Menschen. Damit hatte ihr Buch den gewünschten Effekt erzielt und Mary Prince hat sich den Platz in der Geschichte verdient. Allerdings ist sie derzeit noch so „unbekannt“, dass es aktuell keinen deutschen Wikipedia-Eintrag über sie gibt.

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