Polizei geht gegen Schleuserbande vor

Foto: picture alliance / dpa

 

Eine Bande soll zahlreiche Ausländer eingeschleust und illegal in Deutschland beschäftigt haben. Mit einer großangelegten Durchsuchungsaktion geht die Polizei gegen die Kriminellen vor. Spuren führen auch in die Reichsbürgerszene.

Mit einer großangelegten Razzia ist die Bundespolizei in Hamburg, Bremen und der Altmark gegen einen mutmaßlichen Schleuserring vorgegangen. Rund 800 Beamte vollstrecken seit Montagabend 21 Durchsuchungsbefehle, hieß es in einer Mitteilung der Bundespolizei in Pirna. Mehrere Tatverdächtige sollen überwiegend Staatsbürger aus der Republik Moldau mit gefälschten rumänischen Pässen nach Deutschland geschleust und im Sicherheitsgewerbe illegal beschäftigt haben. Insgesamt wurden 49 Personen in Wohnungen angetroffen, von denen sich mindestens 35 illegal in Deutschland aufhalten.

Nach Angaben der Bundespolizei wurden zwei Deutsche und ein Russe festgenommen. Sie sollen bandenmäßig in großem Stil Personen geschleust, illegal beschäftigt und für sie Dokumente gefälscht haben. Bei dem Netzwerk gebe es Bezüge zur sogenannten Reichsbürgerszene in Sachsen-Anhalt. Die Reichsbürger lehnen die Bundesrepublik und ihre Rechtsordnung ab. Vertreter der Bewegung gehen zum Teil davon aus, dass das Deutsche Reich noch immer besteht. Am Dienstag soll entschieden werden, ob gegen die drei Männer Haftbefehl erlassen wird.

Insgesamt durchsuchten die Beamten mit Hilfe von Spezialkräften 16 Gebäude im Raum Hamburg, drei in der Altmark und jeweils ein Haus in Bremen und Niedersachsen. Bei den Durchsuchungen stellten die Ermittler einen mittleren fünfstelligen Betrag an Bargeld und Gold sicher. Außerdem wurden gefälschte Ausweisdokumente, Handys, Laptops, Unterlagen, verbotene Betäubungsmittel, ein Schlagring, ein Elektroschocker sowie scharfe Munition beschlagnahmt.

Die Bundespolizei führt nach eigenen Angaben seit Oktober 2017 das Strafverfahren gegen das aus mindestens acht Personen bestehende Schleusernetzwerk. Die Tatverdächtigen stammen aus Deutschland, Russland und der Ukraine.

Source :

n-tv.de

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