Revision abgelehnt: BGH bestätigt Urteil gegen Enkeltrick-Betrüger

BEI DER URTEILSBEGRÜNDUNG HATTE MARCIN K. NOCH GEGRINST. WAHRSCHEINLICH HOFFTE ER DURCH EINE REVISION AUF EIN MILDERES URTEIL. DAS LANDGERICHT VERURTEILTE DEN MÄCHTIGEN HINTERMANN DER ENKELTRICKBETRÜGER ENDE JANUAR ZU 12,5 JAHREN HAFT. DOCH DER BUNDESGERICHTSGERICHTSHOF (BGH) LEHNTE IN EINER PRESSEMITTEILUNG AM FREITAG DIE REVISION AB.

Foto: © dpa, Christian Charisius, chc gfh

 

Der Mann hatte von Warschau aus Senioren angerufen und den 60 bis 94 Jahre alten Opfern vorgegaukelt, er sei eine ihnen nahe stehende Person in finanzieller Not. In 16 von insgesamt 38 Fällen gelang es ihm, die alten Menschen zur Herausgabe von Bargeld an einen von ihm organisierten Abholer zu übergeben.

Auf diese Weise erbeuteten er und seine Komplizen zwischen 2011 und 2014 rund 300.000 Euro. Das Landgericht Hamburg hatte ihn am 29. Januar wegen banden- und gewerbsmäßigen Betruges in 38 Fällen, wegen versuchten Betruges in zwei Fällen und wegen Bestechung verurteilt.

Marcin K. gibt sich ungerührt

Dabei zeigte sich der angeblich 30-Jährige ungerührt, dreht sich immer wieder zu seiner Frau, die mit verweinten Augen und einem Kruzifix um den Hals im Zuschauerraum saß. Er zwinkerte ihr zu, formte die Lippen zu Küsschen und die Finger zum Herz, tuschelte mit seinen Anwälten, lutschte ein Bonbon und winkte.

Neben der Haft verhängte die Kammer die Einziehung von Marcin K.s Anteil an der Beute: 117.500 Euro. Außerdem muss er drei Nebenklägerinnen insgesamt 48.000 Euro zurückzahlen.

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