Schwere Tumulte in Waldkraiburger Asylunterkunft – Bürgermeister fordert Krisensitzung

Foto: fib

 

Am Mittwoch kam es in der Erstaufnahmeeinrichtung in Waldkraiburg zu einem Großeinsatz der Polizei. Er dauerte bis in die Nacht hinein.

Waldkraiburg – Durch die Bewohner wurden Fenster mit Feuerlöschern eingeschlagen und daraufhin Möbel aus dem Gebäude geworfen. Später seien nach Informationen unserer Redaktion sowie von innsalzach24.de* Asylbewerber aufeinander losgegangen. Eine Person musste mit schweren Stichverletzungen am Rücken mit einem Rettungshubschrauber in eine Münchner Klinik abtransportiert werden. Nach Polizeiangaben gibt es zwei weitere Verletze.

Gegen 11 Uhr vormittags begannen die Randale. Am Abend stürmten dann Spezialkräfte der Polizei das Gebäude. Der Einsatz dauerte bis tief in die Nacht. Zuvor war eine Hundertschaft der Polizei an der Einrichtung eingetroffen. Nach Informationen des Bayerischen Rundfunks wurden Einsatzkräfte aus ganz Süd- und Ostbayern in die Inn-Stadt beordert.

Für die Feuerwehren rund um Waldkraiburg wurde Großalarm ausgelöst, nachdem es hieß, dass es im Gebäude brennen soll.

Noch in der Nacht ist Waldkraiburgs Erster Bürgermeister Robert Pötzsch von einer auswärtigen Fortbildung in seine Stadt gereist, um sich selbst ein Bild von den Geschehnissen zu machen. Wie innsalzach24.de* berichtet, fordert Pötzsch nun einen runden Tisch mit Verantwortlichen der Regierung von Oberbayern sowie dem Polizeipräsidium Oberbayern Süd, nachdem es wiederholt zu größeren Polizeieinsätzen in der Erstaufnahmeeinrichtung gekommen ist. Es solle eine dauerhafte Lösung gefunden werden – auch im Interesse der einheimischen Anwohner.

Kühlschränke als Auslöser?

Weiter meldet innsalzach24.de*, der Auslöser für die Tumulte sei gewesen, dass den Asylbewerbern Kühlschränke weggenommen wurden. Anlass für diese Maßnahme soll das Horten von Lebensmitteln darin gewesen sein. Dadurch hätten die Bewohner das Essen in der Gemeinschaftsunterkunft verweigert.

Ende Mai kam es in der Asyl-Unterkunft am Brucker Fliegerhorst ebenfalls zu Randalen, wie merkur.de berichtete. Sieben Menschen wurden bei Attacken auf Sicherheitsleute in der Erstaufnahmeeinrichtung verletzt.

Source :

Merkur

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