Sechs Auszeichnungen für bayerische Pädagogen

Kooperationsprojekt mehrer Nürnberger Schulen. Foto: DPHV

 

Heute wird in Berlin der “Deutsche Lehrerpreis 2017” verliehen. Die Auszeichnung gibt es in den Kategorien “innovativer Unterricht” und “Schüler zeichnen Lehrer aus”. Sechs Preise gehen nach Bayern.

Einen Maibaum für die Schule. Das ist die Projektidee, für die der Münchner Berufsschullehrer Patrick Oberdörfer und seine Kollegen ausgezeichnet werden. Alljährlich ehren der Deutsche Philogenverband und die Vodafone Stiftung mit dem “Deutschen Lehrerpreis” besonders engagierte Pädagoginnen und Pädagogen, die sonst in ihrem beruflichen Alltag oftmals wenig Anerkennung erfahren.

Aus Christbaum wird Maibaum

An der Münchener Kolping-Berufsschule halfen neun Fachabteilungen mit: Aus dem ehemaligen Schul-Christbaum der beruflichen Förderschule wurde der neue Maibaum. Die Schüler gossen selbst das Betonfundament, schmiedeten Schilder und Verzierungen für den sieben Meter hohen Stamm. Ein Projekt für Integration und Tradition, an einer Schule mit Schülern und Schülerinnen aus 50 Nationen, sagt der engagierte Projektleiter Patrick Oberdörfer. Neben dem Beruf ist der 39-Jährige als Schiedsrichter in den höchsten Eishockeyligen unterwegs. “Das Wichtigste bei uns an einer Förder-Berufsschule ist: Die Schüler kommen mit geringen Kenntnissen und Fertigkeiten, und unser Ziel ist es, dass wir sie auf das berufliche Leben vorbereiten und durch solche Projekte auch Selbstvertrauen geben, weil sie selbst einmal etwas von Anfang bis Ende mitgestalten können.”

Auszeichnungen für innovativen Unterricht gingen immer wieder nach Oberbayern, zum Beispiel 2015 ans Gymnasium Olching.

Eine weitere Auszeichnung für besonders innovativen Unterricht geht nach Nürnberg. Auch dort ist es nicht zum ersten Mal, dass sich Lehrer über eine Auszeichnung in diesem Wettbewerb freuen können. Dort haben die Berufliche Schule 2, die Veit-Stoß-Realschule und die Johann-Daniel-Preißler Mittelschule kooperiert, um theoretische und praktische Schulinhalte besser zu verknüpfen. Für ideenreiche, innovative Unterrichtskonzepte werden Preise im Gesamtwert von 13.000 Euro vergeben.

Schüler zeichnen ihre Lehrer aus

In der zweiten Preis-Kategorie darf sich unter anderem Tobias Berlinger vom Hildegardis-Gymnasium in Kempten freuen. Weil er laut seinen Schülerinnen und Schülern einen mitreißenden, lebendigen Geografie- und Wirtschaftsunterricht hält und auch noch die Big-Band der Schule gegründet hat. Auch der Hauptschullehrer Johannes Helgert aus Rothenburg ob der Tauber und Jochen Niklas vom Dürer-Gymnasium in Nürnberg sind so gute Lehrer, dass sie von ihren Schülern nominiert wurden.

Die Münchnerin Maria Urban vom städtischen Münchenkolleg würdigen Schülerinnen und Schüler als kompetent, authentisch, hilfsbereit, empathisch und fordernd. Insgesamt gab es bundesweit 15 Auszeichnungen für Lehrerinnen und Lehrer.

Lob vom Kultusminister

Auch Kultusminister Ludwig Spaenle gratuliert den sechs Preisträgern aus Bayern: “Die mit dem Lehrerpreis ausgezeichneten Pädagoginnen und Pädagogen prägen mit ihrem motivierenden Unterricht nachhaltig die Lernerfolge ihrer Schülerinnen und Schüler. Mit großem persönlichen Engagement setzen die Lehrkräfte innovative Unterrichtsformen in die Praxis um und sind für die Kinder und Jugendlichen Lernmanager, Wissensvermittler und wichtige Bezugsperson zugleich. Ich gratuliere allen Preisträgern ganz herzlich zu ihrem Erfolg.”

In der zweiten Kategorie erhalten die Preisträger eine Urkunde zur Würdigung ihres besonderen Engagements. Rund 4.800 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte beteiligten sich zum zehnjährigen Bestehen an dem Wettbewerb.

Source :

BR

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