UN sanktionieren Nordkorea-Schmuggel

Foto: imago/Xinhua

 

Mehrfach verschärft der UN-Sicherheitsrat die Sanktionen gegen Nordkorea, insbesondere Öl- und Gaslieferungen sollen das Land nicht mehr erreichen. Doch verschiedene Firmen umgehen die Verbote seit längerem. Der Sicherheitsrat reagiert.

Der UN-Sicherheitsrat hat dutzende Schiffe und Firmen auf eine schwarze Liste gesetzt, die gegen das Nordkorea-Embargo verstoßen haben sollen. Betroffen sind 27 Schiffe, 21 Firmen und ein Geschäftsmann. Mit der Maßnahme solle ungeachtet der geplante Gespräche mit Nordkorea der Druck auf Pjöngjang aufrechterhalten werden, erklärte ein Diplomat.

Ihm zufolge genehmigte ein Ausschuss des UN-Sicherheitsrates auf Antrag der USA die schwarze Liste. Es sei das bislang umfassendste Sanktionspaket zu Nordkorea. Insgesamt wurde 13 nordkoreanischen Öltankern und Handelsschiffen der Zugang zu Häfen weltweit verboten. Zwölf weiteren Schiffen wurde der Zugang zu Häfen verboten, weil sie Pjöngjang geholfen haben sollen, vom Embargo betroffene Verbrauchsgüter oder Öl und Treibstoff zu schmuggeln. Zwei andere nordkoreanische Frachter seien mit Kontensperrungen belegt worden.

Außerdem würden die Konten von 21 Schifffahrts- und Handelsfirmen eingefroren. Zwölf nordkoreanische Firmen wurden auf die schwarze Liste gesetzt, weil sie Schiffe betreiben, die illegal Öl und Treibstoff transportiert haben sollen. Drei der betroffenen Firmen haben ihren Sitz in Hongkong, darunter das Unternehmen Huaxin Shipping, das im Oktober nordkoreanische Kohle nach Vietnam geliefert haben soll. In China befinden sich auch zwei weitere betroffene Firmen, Shanghai Dongfeng Shipping und Weihai World Shipping Freight. Die übrigen Firmen haben ihre Sitze in Singapur, auf Samoa, den Marshall-Inseln und in Panama.

Nordkorea umging Sanktionen

Bei dem auf der Liste stehenden einzelnen Geschäftsmann handelt es sich um den Taiwanesen Tsang Yung Yuan. Gegen ihn wurde ein weltweites Reise-Embargo verhängt, zudem wurde sein Vermögen eingefroren. Er soll illegale Transporte nordkoreanischer Kohle organisiert haben.

Die schwarze Liste ist Teil eines weltweiten Vorgehens gegen den Schmuggel von Waren nach Nordkorea. Der UN-Sicherheitsrat hat wegen der nordkoreanischen Atom- und Raketentests bereits mehrmals Sanktionen gegen das Land verhängt. Dazu zählen Einfuhrbeschränkungen für Öl und Gas sowie Exporte, etwa von Kohle und Verbrauchsgütern. Nordkorea soll die Sanktionen immer wieder umgangen haben.

Auf diplomatischer Ebene stehen die Zeichen in dem seit Jahren schwelenden Atomkonflikt mit Nordkorea derzeit allerdings auf Entspannung. In weniger als einem Monat soll es ein historisches Gipfeltreffen zwischen Nord-und Südkorea geben, im Mai soll ein Treffen des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un mit US-Präsident Donald Trump folgen.

Source :

n-tv.de

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