Verband fordert Freigabe von Cannabis ab 18 Jahren

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Seit einem Jahr gibt es ein Gesetz, das es Ärzten erlaubt, Schwerkranken Cannabis auf Rezept zu verschreiben. Patienten stehen aber immer noch vor vielen Hürden. Deshalb fordert der Cannabis-Verband Bayern Nachbesserungen – auch mit einer Demo am Samstagnachmittag in der Münchner Fußgängerzone.

Genau seit einem Jahr gibt es das “Cannabis als Medizin”-Gesetz, und Ärzte dürfen Schwerkranken seitdem Cannabis auf Rezept verschreiben. Patienten stehen aber immer noch vor vielen Hürden – deshalb fordert der Cannabis-Verband Bayern Nachbesserungen – auch mit einer Demo morgen Nachmittag in der Münchner Fußgängerzone “Der Umgang mit Cannabis-Patienten ist menschenunwürdig und katastrophal”, sagt der Verbandsvorsitzende Wenzel Cerveny.

Verband beklagt Schikane durch die Polizei

Und die Liste seiner Kritikpunkte ist lang: Zu wenig Ärzte würden Cannabis tatsächlich verschreiben. Der Medizinische Dienste der Krankenkassen ziehe die Bearbeitung von Kostenübernahme-Anträgen unnötig in die Länge. Apotheken hätten das pharmazeutische Cannabis nicht vorrätig. Und Polizeibeamte würden Patienten z.B. bei Verkehrskontrollen schikanieren.

Geplant: Petition für die Freigabe von Cannabis

Der Cannabis-Verband Bayern fordert deshalb eine Novellierung der betäubungsmittelrechtlichen Vorschriften, damit wirklich jeder die Möglichkeit hat, Cannabis als Medizin zu bekommen. Das große Ziel: Cannabis soll für alle ab 18 Jahren ganz freigegeben und damit legalisiert werden. Noch im Frühjahr will der Cannabis-Verband Bayern eine Petition im Bundestag einreichten. 50.000 Menschen haben unterschrieben. Mehrere Hundert werden bei der Demonstration am Samstag in der Münchner Fußgängerzone erwartet.

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BR

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