Welche Stadt hat das schnellste Internet?

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Die Provinz hat lahmeres Internet als die Metropolen? Von wegen! Eine aktuelle Statistik zeigt, dass Einwohner kleinerer Ortschaften oft viel schneller surfen als die Nutzer in den großen Städten – beispielsweise Berlin.

Dass die tatsächliche Geschwindigkeit selten den Angaben der Anbieter entspricht, ahnen viele Nutzer, bei denen gestreamte Filme ruckeln und Downloads eine gefühlte Ewigkeit dauern, obwohl die vertraglich vereinbarten Übertragungsraten mehr als ausreichend sein sollten.

Wer wissen möchte, ob er langsamer surft als vom Provider versprochen, kann dies ganz einfach auf der Webseite breitbandmessung.de der Bundesnetzagentur nachmessen. Für den mobilen Vergleich stellt sie iOS- und Android-Apps kostenlos zur Verfügung. Die Behörde hat auch Übersichtskarten zusammengestellt, auf denen man sehen kann, wie gut oder schlecht der eigene Standort im Vergleich zu anderen Gebieten in Deutschland abschneidet. Testberichte.de hat das Tool der Bundesnetzagentur genutzt, um zu vergleichen, welche deutschen Städte im Durchschnitt das schnellste und welche das langsamste Internet haben.

Bayern und NRW im Festnetz stark

Mit einer mittleren Downloadrate (Median) von gut 67 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) führt das bayerische Coburg das Ranking an – deutlich vor dem niedersächsischen Salzgitter und Landshut (Bayern), wo derzeit jeweils gut 50 Mbit/s gemessen werden. Fast ebenso schnell ist man in Kaiserslautern (Rheinland-Pfalz) unterwegs. Die Top 10 vervollständigen Kaufbeuren (Bayern), Bottrop (Nordrhein-Westfalen, NRW), Herne (NRW), Weiden in der Oberpfalz (Bayern), Gelsenkirchen (NRW) und Mülheim an der Ruhr (NRW).

Die rote Laterne trägt Dessau-Roßlau (Sachsen-Anhalt) mit mickrigen 14 MBit/s – das ist weniger als ein Viertel des besten in Coburg gemessenen Wertes. Kaum schneller fließen Daten in Neumünster in Schleswig-Holstein (15,5 Mbit/s) und Neustadt an der Weinstraße (16,9 Mbit/s) in Rheinland-Pfalz. Mit Geschwindigkeiten unter 20 Mbit/s muss man außerdem in Eisenach (Thüringen), Halle an der Saale (Sachsen-Anhalt), Frankfurt an der Oder (Brandenburg) und Heidelberg (Baden-Württemberg) leben.

Für manche Menschen ist ein schneller Upload wichtiger als eine gute Downloadrate, beispielsweise wenn sie Videos zu Youtube hochladen oder ihre Daten in der Cloud speichern. Hier ist Weiden in der Oberpfalz mit 9,7 Mbit/s ganz vorne, gefolgt von Landshut und Straubing mit je 9,6 Mbit/s – alle drei Städte liegen in Bayern. Schlusslicht ist Brandenburg an der Havel (Brandenburg) mit knapp 2 Mbit/s, nur wenig besser schneiden Neustadt an der Weinstraße (Rheinland-Pfalz) und Frankfurt an der Oder (Brandenburg) ab.

Mobil liegt der Osten vorne

Ein anderes Bild ergibt sich für Smartphone-Nutzer: Für sie ist Potsdam mit einer tatsächlichen Downloadrate von 21,3 Mbit/s der beste Ort, gefolgt von den bayerischen Städten Hof (20,1 Mbit/s) und Aschaffenburg (18,7 Mbit/s). Dass der Osten mobil wesentlich besser dasteht als im Festnetz, sieht man auch daran, das sich fünf weitere Städte in den neuen Bundesländern unter den zehn besten Mobilfunk-Standorten befinden: Suhl (Thüringen), Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern), Halle an der Saale (Sachsen-Anhalt) und das im Festnetz weit abgehängte Dessau-Roßlau (Sachsen-Anhalt). Dazu gesellt sich noch Weiden in der Oberpfalz (Bayern), das wie Halle an der Saale sowohl im Festnetz als auch im mobilen Internet stark abschneidet.

Source :

n-tv.de

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