Wie Jägermeister zum Brexit-Opfer wird

SCHLUSS MIT SCHNAPS - ZUMINDEST GILT DAS FÜR JÄGERMEISTER IN GROSSBRITANNIEN. EINE GROSSE BRITISCHE PUB-KETTE HAT DEN NIEDERSÄCHSISCHEN KRÄUTERSCHNAPS AUS DEN LÄDEN VERBANNT UND WILL IHN MIT PRODUKTEN AUS NICHT-EU-LÄNDERN ERSETZEN. DER BREXIT FORDERT DAS ERSTE FLÜSSIGE OPFER.

Quelle: talkingretail

 

Schlechte Nachrichten für Jägermeister: Der niedersächsische Kräuterschnaps fliegt bei der britischen Pub-Kette JD Wetherspoon aus dem Sortiment. Da ist in soweit ärgerlich, da das Unternehmen knapp 900 Kneipen im Land betreibt. Mit diesem Schritt wird der Brexit vorgezogen. Denn der Kräuterschnaps wird schlicht ersetzt – mit Produkten aus Nicht-EU-Ländern.

Dieses Schicksal muss Jägermeister nicht allein ertragen. Auch die französischen Cognacsorten Courvoisier und Hennessy sollen bis Ende des Monats aus den Bars geräumt werden. Weißbier aus Deutschland und französischer Champagner sind längst aus dem Sortiment geflogen. “Das ist ein wichtiger Schritt für uns”, so Wetherspoon-Chef Tim Martin in einer Mitteilung. Künftig wolle man britische und weltweit produzierte Produkte anbieten – und das bei sinkenden Preisen. Also eine lohnenswerte Entscheidung für alle?

Brexit: Wo Jägermeister den Umsatz macht

Laut dem Firmenboss ja. Er hat sich schon früh für den Brexit eingesetzt. Und er sieht keine Schwierigkeiten auf sich zukommen. Seiner Meinung nach ist der Brexit das Beste, was Großbritannien passieren kann. Allerdings ist Jägermeister beliebt auf der Insel. Doch auch da fürchtet Martin keine Konsequenzen. Künftig tischt er den Kunden einfach britischen Lakritzschnaps auf. “Bei Blindverkostungen”, so das Unternehmen, “waren diese Produkte beliebter als die, die von ihnen ersetzt werden.”

Bleiben die schlechten Nachrichten für Jägermeister. Denn Großbritannien gehört neben den USA und Deutschland zu wichtigsten Absatzmärkten. Jägermeister wollte vor allem in Deutschland weg von der Party-Fusel-Marke und brachte mit Manifest eine Premium-Variante des Kräuterschnapses heraus. Allerdings hat sich Jägermeister längst zu einem Export-Meister gemausert. Der Auslandsanteil des Gesamtabsatzes liegt bei rund 80. Dabei sind vor allem die asiatischen Märkte Wachstumstreiber, dort legte das Unternehmen im vergangenen Jahr um 50 Prozent zu. Es scheint also, als ob Jägermeister den Rauswurf der Briten verkraften zu können.

Source :

stern

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